Chronik des Vereins:
Am 01.August 1964 fand die Gründungsversammlung in der Gaststätte Richard Wolter statt.

Neun Männer (Gründungsmitglieder) schlossen sich für dieses Wagnis zusammen und wählten Willi Wolf zum Vorstand. Herr Feser aus Schweinfurt stand mit Rat und Tat zur Seite und führte eine eigene Vereinssatzung ein.

Bereits im Mai 1967 übernahm Josef Endres den Vorsitz. Unter seiner Regie entstand dann so manches was heute noch einen festen Platz im Verein hat. Neue Mitglieder wurden geworben und einige Gartengeräte zum Ausleihen angeschafft. Landesvorstandsmitglied Alfred Lordick hielt schon damals in den Mitgliederversammlungen Referate über Recht-, Steuer- und Versicherungsfragen ab. Er wurde zu einem großen Rückhalt des Vereins, sogar bis in die heutige Zeit.

Die Aktivität des Vereins wurde von Jahr zu Jahr größer, so dass weitere verschiedene Ausschüsse gebildet werden mussten, z.B. Sammelbestellung von Heizöl und Torf, Gartenfeste, Wanderungen, Ausflüge ....

Besonders beliebt wurden die Gartenfeste beim Anwesen Weller Erwin; Wanderungen z.B. nach Wipfeld oder Garstadt und weiter in die schöne Umgebung des Ortes zu Fuß oder mit dem Fahrrad; Ausflüge nach z.B. Paris, Berlin, Ungarn, in die Berge; sowie Tanzveranstaltungen zu Fasching und 1. Mai.

Ein erster Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war im Mai 1973 die Fahnenweihe mit 
einer festlichen Schubert-Messe in der Wallfahrtskirche St. Laurenzi. Mit vielen Ehrengästen, 50 Gastvereinen aus nah und fern wurde in einem großen Festzug und Festzelt ein gelungenes Fest gefeiert. Die Organisation übernahm Schriftführer Hans Jarausch, der spätere Vorstand, mit einem großen Festausschuss. Unser Patenverein waren die Eigenheimer aus Lindach. Genau 100 Mitglieder zählte schon nach diesen 9 Jahren Bestehen.

Nachdem die verschiedensten Anschaffungen bei mehreren Mitgliedern untergebracht waren, entsprechend ausgeliehen wurden und der Gerätepark zu groß wurde entschloss sich die Vorstandschaft zum Kauf eines Grundstücks. Ein eigener Ausschuss plante eine Gerätehalle(1) und begann mit dessen Bau am 11.September 1976. Mit vielen freiwilligen Helfern, in fast 900 Stunden erstellte man das Bauwerk und weihte es am 01.10.1977 ein.


Gerätehalle(1)

Zusätzlich wurden Kinderveranstaltungen wie Osternestsuchen, Nikolausfeier, Zeltlager u.s.w. durchgeführt und eine Kegelabteilung gegründet. Im April 1980 trat Josef Endres nach 13jähriger Vorstandschaft zurück und Hans Jarausch übernahm die Verantwortung.

Mit neuem Elan hat er Vorhandenes verbessert und Neues eingeführt. So wurde für die Abhaltung von Festen ein Zelt erstellt, das auf unserem Grundstück noch Platz hatte und dazu passend Sitzgarnituren gekauft. Es wurden weitere moderne Haus- und Gartengeräte angeschafft. Die Geselligkeit wurde durch Bastelabende, Rhönaufenthalte u.s.w. ausgebaut.

Nach 20 Jahren waren es bereits 166 Mitglieder, davon 23 aus dem Ortsteil Hirschfeld, da ihr Vorstand verstarb und kein neuer gefunden wurde. Erstmals wurde eine Sommerkirchweih mit Zelt und Jubiläum auf dem Festplatz gefeiert.

Im Frühjahr 1983 wurde von der Vorstandschaft ein weiterer Beitrag zur Dorfverschönerung angegangen. In vielen freiwilligen Stunden gestaltete man die Umgebung des „Schustermaterle“ am Wilden See neu. Weitere Blumenschalen wurden auf den Dorfplätzen aufgestellt und gepflegt.

1985 fand eine „Tempo 30“ Aktion innerhalb unsere Eigenheimerstraßen statt. Man hängte eine größere Anzahl Hinweisschilder auf und schrieb einen Suchwettbewerb aus. Des weiteren wurde ein Briefkasten in die Siedlung beantragt und auch aufgestellt.

Im Frühjahr 1986 begann man mit einem 1ten Um-/Anbau der Gerätehalle(2), da die Anzahl der angeschafften Geräte einen größeren Platz benötigten. Für die bessere Gestaltung des Straßenfestes wurden auch Toiletten eingebaut. Bereits im Oktober konnte die Einweihung mit Wiedereröffnung erfolgen.

Gerätehalle(2)

Ab 1 Januar 1987 wurden wir Mitglied beim Vogelschutzverein Schweinfurt um den Verkauf von Winterfutter, das Aufstellen von Nist- und Futterkästen vor Ort zu ermöglichen.

1990 führte man eine „Passive“ Mitgliedschaft (ohne Versicherungsschutz) ein, um langjährige Mitglieder nach Überschreibung des Eigenheims weiterhin Mitgliedschaft zu gewähren.

Nachdem die Ausrichtung der Sommerkirchweih immer größere Aufwände erreichten, wurde 1996 erstmals wieder auf unseren neu von der Gemeinde gestalteten Dorfplätzen, ohne Zelt, Lautsprechermusik und in nur 3 Tagen gefeiert. Dies wurde zu einem tollen Festerlebnis.

Für 25jährige Vorstandsarbeit (7-Schriftführer/18-1.Vorstand) zeichnete Landesvorstandsmitglied Alfred Lordick in der Herbstversammlung Hans Jarausch mit der Verdienstmedaille Stufe I des Landesverbandes aus.

Einen 2ten Um/Anbau der Gerätehalle(3) plante man 1998 den man im Frühjahr 1999 begann.

 

 

Gerätehalle(3)

Bereits zum Straßenfest, Anfang Juli, konnte die Wiedereröffnung erfolgen und der Abschluss nach Anlegen einer Grünfläche aber erst im Frühjahr 2000 sein. Wiederum viele freiwillige Stunden und eine großartige Unterstützung unseres Mitglieds Heinz Gernert ermöglichten dieses Vorhaben.

Mehrere Veranstaltungen (Tages -Mehrtagesausflüge, Rhönwanderungen u.s.w.) mussten Mitte der 90 Jahre aus unserem Programm genommen werden. Um so attraktiver wurde das Straßenfest, Nikolaus-, Vorweihnachtsfeier mit Theateraufführungen, Versteigerungen und Tombolas.

Den größten Anspruch setzt man bei unseren derzeit 455 Mitgliedern aber anscheinend auf das Ausleihen der Geräte mit über 600 Ausleihungen im Jahr und das Betreuen durch den Landesverband und Vorstandschaft.